Rheuma(toide Arthritis) und CBD

Mit „Rheuma“ ist meist die rheumatische Erkrankung „Rheumatoide Arthritis“ gemeint, bei der Gelenke schmerzen, geschwollen und steif sind. Rheuma kann auch Organe oder Weichteile betreffen, tritt in jedem Alter auf, zudem häufiger bei Frauen.

Die korrekte Bezeichnung „Krankheit des rheumatischen Formenkreises“ umfasst unterschiedlichen Erkrankungen. Unterteilt wird Rheuma in 4 Kategorien: „autoimmunbedingt entzündlich-rheumatisch, degenerativ-rheumatisch, Stoffwechselstörungen und rheumatische, nichtentzündliche Erkrankungen der Weichteile. Bei rheumatoider Arthritis springt die Entzündung der Gelenkinnenhaut auf Knorpel und Knochen über und durch den Blutkreislauf können weitere Gelenke „angesteckt“ werden.


2014 schlussfolgerten Rheumatologen in Oxford, da bei Arthritis eine erhöhte Aktivität der Cannabinoid-Rezeptoren 2 (CBR2) mit regulierender Eigenschaft auf die entzündungsfördernden Zellen vorliegt, dass der Endocannabinoidspiegel ein potenzielles therapeutisches Ziel darstellt. 

November 2020 konnte in Düsseldorf in einer Studie festgehalten werden, dass Cannabidiol (CBD) eine antiarthritische Aktivität aufweist und somit die Behandlung verbessern könne, indem es unter entzündlichen Bedingungen auf die Zellen der Gelenkinnenhaut einwirkt: der intrazelluläre Kalziumspiegel ist erhöht und damit die Produktion und Lebensdauer der entzündlichen Zellen verringert!

Laut einer systematischen Übersicht der Uni Oxford 2020 konsumierten beinahe 20 % der Rheuma-Patienten (2.900 von 10.873 Teilnehmern) aktiv Cannabis mit einer Verbesserung der Schmerzen. Auf die einzelnen Cannabinoide CBD als Entzündungshemmer oder THC als schmerzstillendes Phytocannabinoid der Hanfpflanze wurde nicht eingegangen.

Studien & Quellen: https://bit.ly/2L8kzeY
https://go.nature.com/3g9EYLV
https://bit.ly/3qrfdM3