FLAVONOIDE

Flavonoide wie Hypericin, Kämpferol oder Catechin sind sekundäre Pflanzenstoffe, ihre Moleküle sind aus zwei aromatischen Kohlenstoffketten gebaut. Chemisch gesehen gehören sie zu den Polyphenolen. Die als sekundäre Metaboliten kategorisierten Stoffe spielen im Zellstoffwechsel vieler Pflanzen eine wichtige Rolle, sie kommen aber auch in Wein oder Tee vor. Zu ihnen zählen über 7.000 unterschiedliche Substanzen. Sie tragen zum Schutz der Pflanzen bei, ihre Konzentration ist in der Pflanze in den Blättern und Frucht am höchsten.  In der Frucht sind sie hauptsächlich in der Schale oder direkt darunter zu finden. Sie bestimmen über die aromatischen Moleküle einen Teil des Geruchs und Geschmackes, außerdem werden ihnen insbesondere antioxidative und krebshemmende Eigenschaften zugeschrieben. Mit den Terpen gemeinsam sind die Cannaflavine für das Aroma und die Farbe einer Cannabispflanze verantwortlich. Welche Flavonoide in der Cannabispflanze vorkommen, hängt von der Genetik einer jeden Pflanze ab und es sind bei Weitem noch nicht alle erforscht.

Wie dem Phytocannabinoid Cannabidiol (CBD) werden den Cannaflavinen unter anderem auch entzündungshemmende Eigenschaften zugesprochen. Bei der Orange oder dem Apfel ist es bereits bekannt: die Aufnahme der direkt unter der Schale liegenden Flavonoiden oder der im Apfelgehäuse vorkommenden Bakterien ist ebenso wichtig, wie die Frucht selbst, um ein volles Spektrum an Wirksamkeit der Einzelspieler (Flavonoide, Bakterien, Vitamine,..) zu erreichen. Das Gleiche gilt auch für Cannabis, möchte man die volle Wirkung von CBD und Cannaflavine, dann sollten Isolate vermieden werden und wenn es geht immer Vollspektrumprodukte genutzt werden.