CBD & EPILEPSIE

Die häufigste chronische Erkrankung ist Epilepsie (altgr. epílēpsis, deutsch „Angriff, Überfall“), sie umfasst die in ihrer Funktion gestörten neurobiologischen Zusammenhänge im Gehirn. Epilepsie war in der Antike als „heilige Krankheit“ bekannt, Hippokrates (griech. Arzt um 400 v.Chr.) vermutete als erster natürliche Ursachen.

Im zentralen Nervensystem (ZNS), insbesondere im Gehirn, kann eine Entzündung oder Störung des biochemischen Zusammenspiels zu finden sein. Je nach betroffener Hirnregion sind sensible, sensorische und motorische Störungen zur Folge. Auf die medikamentöse Dauertherapie sprechen nicht alle Behandelten an. Weitere Therapieansätze sind die Vagusnervstimulation (NS), Verhaltenstherapien und Diät, bei einem akutem Anfall helfen nur starke Antikonvulsiva, meist mit ebenso starken Nebenwirkungen.

Daten aus placebokontrollierten, randomisierten Studien zeigen, dass Cannabinoide antikonvulsiv wirken, außerdem aktivieren sie Rezeptoren und regulieren und blocken abnormale Natrium- und Calciumkanäle. 

Cannabidiol (CBD) ist inzwischen als Ergänzungstherapie der selten auftretenden Epilepsieformen Dravet-Syndrom (DS) und Lennox-Gastaut-Syndrom (LGS) anerkannt: das verschreibungspflichtige Cannabidiol-Arzneimittel Epidiolex® ist seit 2019 in der EU zugelassen.