CANNABINOIDE & DEPRESSION

Weltweit waren 2015 offiziell 322 Millionen Menschen an Depression erkrankt. Es gibt meist mehrere Ursachen, die diese psychische Störung hervorrufen: genetische Prädisposition, belastende Einflüsse auf Körper oder Geist sowie vorangegangene Erkrankungen, die das fein abgestimmte biochemische Zusammenspiel stören, im Gehirn insbesondere die Funktion der Neurotransmitter Serotonin und Noradrenalin. Erkrankte können arbeitsunfähig werden, in schlimmen Fällen sind sie sogar suizidgefährdet. Der Hälfte der Suizide in Deutschland ging eine Depression voraus! Die Depression-Schmerz-Komorbidität kannte man bereits in der Antike, behandelt wurde damals schon mit Extrakten der Cannabispflanze. In dem seit kurzem im Fokus der Wissenschaft stehendem Endocannabiniodsystem und seinen Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2, wird nun ein Ansatz zu einer begleitenden Therapiemaßnahme mit Cannabinoiden (CBD, THC,..) vermutet: das endogene Cannabinoidsystem wirkt bei Depression oder chronischen Schmerzen regulierend auf  Neurotransmission, neuroendokrine und entzündliche Prozesse im Körper. Cannabidiol (CBD), das wichtigste nicht-psychotomimetische Cannabionoid der Hanfpflanze, weist in vielen Verhaltenstests anxiolytisch wirkende Eigenschaften auf. Leider ist das Potenzial von CBD zur Behandlung schwerer Depressionen noch nicht ausreichend erforscht. Jedoch sind mehrere cannabinomimetische Medikamente zur Behandlung von chronischen Schmerzen und Depression in der Entwicklung.

Quellen: https://bit.ly/30LwJQf https://bit.ly/3aciXt8