CBD & Schizophrenie

CBD (Cannabidiol) bei Schizophrenie? Die Schizophrenie oder schizophrene Psychose ist eine schubweise auftretende oder chronische psychische Erkrankung mit Störungen in Wahrnehmung und Gefühl. Die Störungen rufen teils paranoiden Wahn, Halluzinationen oder das Gefühl fremdgesteuert zu sein, hervor. Psychomotorik, Motivation und Antrieb sind bei Schizophrenie ebenfalls betroffen.

Die wörtliche Übersetzung „gespaltene Persönlichkeit“ lässt frühe Schizophrenie-Merkmale wie Schlafstörungen und Depression allerdings unbeachtet. Das Cannabinoid Cannabidiol (CBD) hat in Studien der letzten Jahre positive Ergebnisse erzielt: CBD bei Schlafstörungen, CBD bei Ängsten, CBD bei Schmerz, CBD bei Depressionen. Lindert CBD weitere Symptome bei einer Schizophrenie?

Verschiedene Symptome der Schizophrenie sind denen der dissoziativen Identitätsstörung (multiple Persönlichkeitsstörung) ähnlich. Bis heute ist nicht klar, wie Schizophrenie entsteht. Genetische Prädispositionen, Schadstoffe der Umgebung, soziales Leben/Miteinander, psychische Belastbarkeit (Vulnerabilität) und mehr Faktoren spielen eine Rolle.

Unser Gehirn besteht aus knapp 90 Milliarden Nervenzellen, die miteinander über Botenstoffe (Neurotransmitter) kommunizieren. Kommt dieses fein abgestimmte chemische Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht, stört das die Signalübertragungen, und damit kommen Antipsychotika (Neuroleptika) ins Spiel. Und unter Umständen verändern sich bei Schizophrenie die Strukturen im limbischen System, dem Hirnareal für emotionales Verhalten. 

Bei einem Mausmodell 2021 in Brasilien erzielt die Verabreichung von CBD für 24h akut antipsychotische Effekte, ganz ohne Antipsychotika!

Mit dem Endocannabinoidsystem, dem körpereigenem Cannabinoidsystem, produzieren wir körpereigene Cannabinoide (CBD, Anandamid,..). Die angstlösenden, neuroptrotektiven, entzündungshemmenden Eigenschaften von Cannabinoiden wie Cannabidiol (CBD) wirken über die Rezeptoren unsers Endocannabinoidsystems. Ist das Endocannabinoidsystem oder die Konzentration der Endocannabinoide gestört, hat das Auswirkungen.

In Polen beweist 2019 ein Modell, dass die Erhöhung und Reduzierung von Abbau-Hemmern der Endocannabinoide Auswirkungen auf eine Schizophrenie bedingte Gedächtnisstörung hat: Eine Beeinflussung des Cannabinoid-Abbaus verstärkt oder mindert die Gedächtnisstörung bei Mäusen mit Schizophrenie!

Die Entdeckung zeigt, wie wichtig ein stabil funktionierendes Endocannabinoidsystem und Konzentration der Endocannabinoide beispielsweise im Krankheitsverlauf der Schizophrenie ist.

2019 haben Wissenschaftler in Spanien das Gehirn von toten Patienten mit Schizophrenie analysiert: Menschen mit schizophrener Psychose zeigen ein unausgeglichenes Endocannabinoidsystem! Diese Erkenntnis katapultiert unser „Endocannabinoidssystem zum potenziell neuen Therapie-Ansatz bei Schizophrenie“.

Quellen & Studien
https://bit.ly/3iaeDPu
https://bit.ly/36xuOAS
https://bit.ly/3hAWPxS
 


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