Cannabinoide & PTBS

Die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist eine psychische Erkrankung der Belastungs- und somatoformen Störungen und kann zeitverzögert aus einem (oder mehreren) erlebten Trauma (griechisch und medizinisch für „Verletzung“) entstehen. 

Betroffene erleben sensorisch ihre Notsituation wieder (Intrusion, Albträume, Flashbacks), es kommt zu Vermeidungssymptomen wie Teilnahmslosigkeit und emotionaler Taubheit (Numbing), Vermeidung von Situationen, die Erinnerungen wachrufen, leiden unter Schlafstörungen, sind reizbar, unkonzentriert oder schreckhaft.

Bei bis zu 90 % der Fälle tritt bei PTBS Komorbidität mit anderen psychischen Störungen, beispielsweise Depression, Bipolare Störung, Essstörung, Angststörung auf. 

Das körpereigene Cannabinoidsystem mit seinen immunmodulierenden, anxiolytischen und neuroprotektiven Cannabinoiden (Cannabidiol/CBD, CBDa, THC, 2-AG..) ist an der Regulierung der Stressreaktion, der Bildung von Angstgedächtnissen und Entzündungsprozessen beteiligt.

2016 wurden in einer Studie Kriegsüberlebende eines Dorfes mit und ohne PTBS auf ihren körpereigenen Cannabinoidspiegel getestet: Menschen mit PTBS hatten eine niedrigere Konzentration an Cannabinoiden im Haar und das Endocannabinoidsystem bietet einen möglichen Therapie-Ansatz! 

2018 bewiesen Forscher über Kontrollgruppen, dass bei Menschen mit PTBS nach körperlicher Belastung und psychosozialem Stress das Endocannabinoidsystem weniger Cannabinoide (2-AG) produziert.

2020 stellen Forscher in den USA fest, dass THC (eines der Cannabinoide der Hanfpflanze) bei Menschen mit PTBS die bedrohungsbezogene Reaktivität in der Hirnregion für emotionale Reaktion (Amygdala) senkt.

2020 berichtete eine Studie über eine Abnahme des Schweregrads der PTBS-Symptome innerhalb eines Jahres bei der Kontrollgruppe mit Cannabiskonsum. Die Hanfwirkstoffe  stellen somit eine mögliche Behandlung für PTBS dar.

Studien & Forschung:
https://bit.ly/39YQg4v I 
https://bit.ly/2LtXSCq I https://bit.ly/3rDxXI5 I https://bit.ly/3aHN3oR  


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